Kreiswettbewerbe der Jugendfeuerwehren am 10.06.2017 in Uslar

Am 10.06.2017 ging es gegen 10 Uhr mit einer hochmotivieren Gruppe zu den Kreiswettbewerben der Jugendfeuerwehren nach Uslar.

Genau wie bei den „großen Feuerwehren“ gibt es auch bei den Jugendfeuerwehren einheitlich geregelte Leistungswettbewerbe, die die in den Ausbildungs- und Übungsdiensten vermittelten Kenntnisse widerspiegeln sollen. Sportlicher Ehrgeiz und körperliche Fitness sind ebenfalls Eigenschaften, die durch die Wettbewerbe bei den Jugendlichen angeregt werden. Gleichzeitig wird durch die Leistungswettbewerbe die Kameradschaft und der Teamgeist der Jugendlichen gefördert. Nicht selten entstehen hierdurch auch langjährige Freundschaften.Wie oben schon erwähnt, sind die Wettbewerbe bundeseinheitlich nach den Bestimmungen des Deutschen Jugendfeuerwehrverbandes geregelt und finden einmal jährlich im Landkreis Northeim auf Kreisebene statt. Eine Mannschaft besteht aus jeweils 9 Teilnehmern, die im Rahmen des Wettbewerbs zwei Teilaufgaben (A-Teil und B-Teil) zu absolvieren haben.

Der A-Teil ist ein „trockener Löschangriff“, der in Gruppenstärke in einer Zeitvorgabe von 7 Minuten durchgeführt werden muss. Hier werden primär die feuerwehrtechnischen Kenntnisse der Absolventen gefordert. Die Jugendlichen sind in die bekannten Trupps, bzw. Positionen: Angriffstrupp, Wassertrupp, Schlauchtrupp, Melder, Maschinist und Gruppenführer eingeteilt. Die Positionen werden nicht wie bei den „großen Feuerwehren“ ausgelost, sondern können frei ausgewählt werden. Bei diesem Löschangriff wird eine Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer simuliert. Im Folgenden Verlauf ist eine Wasserförderung unter Vornahme von drei C-Leitungen aufzubauen. Auf dieser Strecke sind zusätzliche Hindernisse, wie ein Wassergraben, eine Leiterwand, eine Hürde sowie ein Kriechtunnel zu überwinden. Zum Abschluss der Übung sind vom Angriffs- und Wassertrupp die folgenden vier Knoten (Mastwurf, Schoten- und Zimmermannsstich, Kreuzknoten) auf Zeit anzulegen.

Im B-Teil wird primär die sportliche und körperliche Fitness der Jugendlichen auf die Probe gestellt. Insgesamt ist eine Laufstecke von 400 Metern, auf denen es verschiedene Aufgaben und Hindernisse zu meistern gilt, von der Gruppe zu durchlaufen. Dabei ist jeweils ein Staffelstab von Läufer zu Läufer weiterzugeben, der mit dem letzen Läufer auch die Ziellinie erreichen muss. Hindernisse und Aufgaben der Strecke sind neben reinen Laufetappen auch das Aufrollen eines 15m langen C-Druckschlauchs, das Überlaufen eines Laufbretts mit möglichst wenigen Schritten, das Anlegen von Jugendfeuerwehrhelm, Handschuhen und Schmalgurt und einen C-Druckschlauch an ein C-Strahlrohr anzukuppeln sowie einen Ankerstich anzulegen. Letzte Aufgabe vor dem Zieldurchlauf ist es einen Leinenbeutel aus 8m Entfernung durch zwei Stangen zu werfen. Insgesamt haben die Mannschaften für diesen Teil eine Vorgabepunktzahl von 400 Punkten. Aufgrund des errechneten Durchschnittsalters der 9 Mannschaftsmitglieder müssen die Gruppen in einer bestimmten Zeit die Strecke durchlaufen. Ist die Gruppe schneller als die Vorgabezeit, erhält sie eine Gutschrift von Punkten. Ist die Gruppe langsamer als die Vorgabezeit, erhält sie einen Punktabzug. Durch diese Regelung, wird ein Ausgleich zwischen älteren und jüngeren Gruppen geschaffen.

Zusätzlich zu den Bewertungen des A-Teils und des B-Teils, wird der Gesamteindruck der Gruppe nach dem Schulnotenprinzip bewertet.

Beide Aufgaben wurden von der Jugendfeuerwehr mit viel Ehrgeiz und Disziplin absolviert.

Die Jugendfeuerwehr Hillerse erreichte den 12. Platz von 44 gestarteten Gruppen.