Gründungssatzung der Feuerwehr Hillerse

Die Gründungssatzung

Hillerse, den 27. Dezember 1896. 

In der heutigen Gemeindeversammlung, welche, wie der unterzeichnete Gemeindevorsteher hiermit bezeugt, in ortsüblicher Weise rechtzeitig unter Angabe des Zwecks geladen waren. Von den in der Gemeinde vorhandenen 947 Stimmen waren 24 Mitglieder mit 365 Stimmen erschienen; die Versammlung war also beschlußfähig. Nach vorgängiger Verhandlung und unter Zustimmung sämtlichen anwesenden Stimmen beschlossen: 

Die Verteilung von Feuerspritzen, Prämien und Entschädigung für Leistungen bei Bränden in Hillerse und Umgebung nach folgenden Grundsätzen zu behandeln. 

§ 1

Das Spritzenhaus und Gemeinde Feuerlöschgeräte sind nach dem Protokoll vom Eigentum der politischen Gemeinde Hillerse. 

§ 2

Die in der Gemeinde bisher geführte besondere Spritzenrechnung bleibt unter den früheren Grundsätzen bestehen. Das Vermögen der Spritzenkasse beträgt am
 31. Dezember 1896 .... Mark. 

§ 3

Alle Spritzenprämien, Fuhrkosten oder Einkünfte irgend einer Art, welche bei Bränden außerhalb oder in Hillerse von irgend einer Kassen-Gesellschaft oder Person für geleistete Hilfe einkommen, fließen in die Spritzenkasse. 

§ 4

Alle regionalen Unterhaltungen des Feuer-löschwesens sowie die Entschädigung für Leistungen werden aus dieser Kasse bestritten. Die Rechnung wird wie bisher am 1. April jeden Jahres mit den übrigen Gemeinderechnungen abgeschlossen. 

§ 5

An Entschädigungen sollen bezahlt werden,
 a.) bei Bränden außerhalb des Ortes:

1.) den Wachmann 10,00
 2.) den Spritzenmeister 4,00
 3.) dem vorstehenden Mitglied des Gemeindevorstandes 2,00
 4.) den Verpflichteten durch ein Schild legitimaten Bedienungsmannschaften der Spritzen 1,25

b.) bei Bränden in Hillerse erhalten nur die Spritzenmeister und Rohrführer je 4 Mark, wofür dieselben wie auch bei a.) die gründliche Reinigung der Schläuche und Spritze zu besorgen haben. Alle anderen Leistungen werden nicht entschädigt.

Dieser Beschluß tritt mit den 01. Januar 1897 in Kraft.

Vorgelesen und genehmigt
 der Gemeinde-Vorsteher

F. Marienhagen